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15. Juni 2013 – Die Diffamierung Hannemanns durch die Bundesagentur & Die Wahrheit

13. Juli 2013

Die Diffamierung der Bundesagentur für Arbeit & Die Wahrheit

Die Diffamierung Hannemanns durch die Bundesagentur für Arbeit in 14 Punkten:

Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter

(Presse Info 035 vom 14.06.2013, Bundesagentur für Arbeit)

1.

Angesichts der anhaltenden öffentlichen Attacken der (inzwischen freigestellten) Mitarbeiterin des Hamburger Jobcenters Inge Hannemann sieht sich die Bundesagentur für Arbeit gezwungen, Stellung zu nehmen – allein schon zum Schutz der vielen tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch die Äußerungen von Frau Hannemann beleidigt, herabgewürdigt und in Gefahr gebracht werden.

2.

Die Behauptungen von Frau Hannemann sind falsch und führen die Öffentlichkeit in die Irre.

3.

Weder widerspricht die Grundsicherung („Hartz IV“) dem Grundgeset

4.

noch verletzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter durch ihre tägliche engagierte Arbeit die Würde der Kunden

5.

Weder gibt es eine Anweisung oder eine Zielvorgabe, über Sanktionen Geld einzusparen,

6.

noch gibt es „tausende von Selbstmorden“ unter Kunden der Grundsicherung.

7.

Und in den Jobcentern arbeiten auch keine seelenlosen Maschinen, die nur Zielvorgaben, nicht aber die Menschen im Blick haben.

8.

Die Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern arbeiten Tag für Tag daran, Menschen in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen.

9.

Frau Hannemann missbraucht ihre angeblichen Insider-Ansichten, um sich in der Öffentlichkeit als einsame Kämpferin für Entrechtete darzustellen und

10.

behauptet dabei auch noch, für die Mehrheit der Jobcenter-Mitarbeiter zu sprechen. Darüber hinaus gefällt sie sich in der Rolle der Märtyrerin, die von ihrem Arbeitgeber (der Freien und Hansestadt Hamburg) „kaltgestellt“ werden soll.

Dazu drei einfache Feststellungen:

11.

Frau Hannemann spricht bei ihrer Kampagne gegen die Grundsicherung, die Millionen von Menschen die Existenz sichert, nicht für die Belegschaft der Jobcenter. Im Gegenteil: Sie bringt ihre Kolleginnen und Kollegen in Gefahr, die sich zunehmend Aggressionen von Seiten der Kunden ausgesetzt sehen.

12.

Frau Hannemann ist keine „Whistleblowerin“, die Missstände aufdeckt, denn die behaupteten Missstände gibt es nicht – sie kann daher auch keine „Hartz IV-Rebellin“ sein.

13.

Wer in einem Jobcenter arbeitet, hat sich an Recht und Gesetz zu halten. Es kann nicht sein, dass eine Mitarbeiterin nach Gutdünken handelt und persönliche, politische Vorlieben auslebt.

14.

Frau Hannemann hat sich den falschen Beruf ausgesucht. Sie sollte nicht ihre Kolleginnen und Kollegen darunter leiden lassen.

Soweit die Bundesagentur für Arbeit!

 

Und ab hier die Wahrheit zu den 14 Punkten – aus meiner Sicht als ein Betroffener:

Inge Hannemann zeigt Zivilcourage und beklagt die Mißstände in der Bundesagentur. Diese Mißstände sind es, die den Mitarbeitern der Jobcenter und den Betroffenen die Menschenwürde nehmen.

Zu den Punkten 1. bis 14.:

1.

Frau Hannemann attackiert nicht. Sie hat erkannt, dass die Menschen auf beiden Seiten nur gemeinsam unseren kranken „Rechtsstaat“ retten können. Die Politik und die Verantwortlichen der Bundesagentur verletzen die Würde der Menschen auf beiden Seiten, indem sie die Führsorgepflicht für ihre „Kunden“ leugnet und ihre eigenen Angestellten sozusagen zu „Mittätern“ macht.

2.

Die Behauptungen von Frau Hannemann sind nachweislich richtig und klären die Öffentlichkeit auf.

3.

Hartz IV ist grundgesetzwidrig und Freiheitsberaubung (Götz W. Werner). Die Menschenrechte werden mit Füßen getreten, der Sozialstaat wird an die Wand gefahren (Heiner Geißler).

4.

Die Würde der Menschen wird vorsätzlich verletzt. Durch Jobcenter-Mitarbeiter werden Lügengeschichten erfunden um „Kunden“ zu diffamieren. Dadurch werden auch die eigenen Mitarbeiter erpressbar, unwürdig und krank. (Mein Erfahrungsbericht)

5.

Die Zielvorgaben der Politik und an die Jobcenter-Mitarbeiter sind nicht zu leugnen und eine infame Lüge.

6.

Mir genügen schon 10 Jahre faktisches Berufsverbot und Freiheitsberaubung durch „Rechtsbeugung“ und „Mobbing“ des Amtes (Mein Erfahrungsbericht). Auch Selbstmorde gibt es.

7.

Aber leider viel zu viele davon. – (in meinem Erfahrungsbericht mit „keine Satire“ gekennzeichnet).

8.

In meinem Fall hat ein ganzes Jobcenter-Team mit ca. 10 Mitarbeitern genau das Gegenteil getan. Sinn und Verstand waren für mich nicht erkennbar. (s. mein Erfahrungsbericht)

9.

Sie ist eine einsame (amtl.) Kämpferin für den Erhalt unseres Sozialstaates und verdient dafür eigentlich das Bundesverdienstkreuz. – Gemeinsam sind wir über 6 Millionen!

10.

Für die Mehrheit der Jobcenter-Mitarbeiter spricht sie sicher nicht, aber für die Minderheit, die wie Inge Hannemann selbst unter den Mißständen leiden. Und sie wurde natürlich „kaltgestellt“.

11.

Es geht – wie in meinem Fall – natürlich um den Rechtsschutz einer Minderheit die marginalisiert und stigmatisiert wurde und wird. – Wenn die Jobcenter-MitarbeiterInnen bei Rechtsspielräumen zum Wohl ihrer „Kunden“ entscheiden würden und nicht wie „RichterInnen“ – dann gäbe es viele Hannemanns!

12.

Sie ist natürlich eine Hartz-IV Rebellin wie z.B. Heiner Geißler oder Ralph Boes auf der Betroffenen-Seite. – Der Widerstand wird größer, von Tag zu Tag.

13.

Die Grundrechte und Menschenrechte gelten für die Mitarbeiter der Jobcenter genau so wie für die Regierenden. Die Agentur, die Regierung und die Justiz ignorieren allesamt den „Amtsermittlungsgrundsatz“ und verletzen dadurch die Führsorgepflicht für die Betroffenen.

14.

Frau Hannemann hat Sachverstand, soziale Kompetenz und menschliche Qualitäten. Mehr davon und das Leiden hat ein Ende.

Meinen Erfahrungsbericht (in Kurzfassung) stelle ich für die Presse – und die Jobcenter – gerne zur Verfügung. – Manfred Fröhlich, Calw.

(Blog-Umzug, 13. Juli 2013)

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