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15. Mai 2013 – Betreuungspraktiken in Deutschland

13. Juli 2013

Betreuung, Pflege und Willkür im Rechtsstaat?

Frontal21, ZDF – Nach der Frontal-Sendung vom 14.Mai 2013 wurden von Angehörigen berichtet, die  ihre Eltern oder Partner oder Tanten nicht mehr zuhause pflegen konnten. Die Unterbringung von Alten in polnische Pflegeheime sehen manche Zuschauer nur als Abschiebung  ihrer Angehörigen in Niedriglohnländer.

Für mich geht es nicht um Abschiebung – es geht um Gerechtigkeit: „Warum wird die häusliche Pflege (durch Angehörige) schlechter entlohnt, als dieselbe Arbeit in den Pflegeheimen?“

Die Betreuung: Die Pflegeindustrie, einschließlich der staatlichen und städtischen Pflegeheime, haben mit den Politikern, der Justiz und den Kassen eine Lobby, gegen die sich kein Angehöriger oder Betroffener wehren kann.
Das deutsche Kranken- und Altenpflege-Modell, wird bewußt durch das infame Betreuungsrecht gestützt – Der Staat entrechtet und entmündigt die Betroffenen und die Angehörigen.

Die Pflege – Eine Tante von mir liegt in einem städtischen Pflegeheim. Der Pflegeaufwand ist minimal. Einmal morgens und einmal abends frische Windeln. Vom Frühstück bis zum Abendbrot sitzen im Rollstuhl. – Dafür erhält das Pflegeheim jeden Monat ca. 3300 Euro von meiner Tante und ca. 3300 Euro von der Krankenkasse, also jeden Monat 6600 Euro. Arztkosten, Pflegemittel, Reinigung der Kleider usw. geht alles extra. Das was bei den Pflege-Fachkräften (hier wurde von 4 auf 3 in einer Abteilung reduziert) ankommt ist minimal. Für die Pflege-Hilfskräfte ist Deutschland längst ein Niedriglohnland.

Meine Vermutung:  Die „Pflege-Agenda“ der Betreuungsrichter war vermutlich die Vorlage für die „Schröder Agenda 2010/Hartz-VI“ – In beiden Bereichen verletzt der Staat Grund- und Menschenrechte auf eine sehr fragwürdige Weise und wird unter Umständen selbst zum Täter.   Für viele Betroffene hat sich unser Rechtsstaat – so wie in einigen Beispielen der Frontal21-Sendung – bereits in einen Unrechtsstaat verwandelt.

Es gibt Fachleute, die unsere Pflegeheime als „Gelddruckmaschinen“ für Kapitalanleger und Großinvestoren bezeichnen. – Auch das sollte uns zu denken geben.

Blog-Umzug,

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