Skip to content

Grundeinkommen – Probieren geht über studieren

27. Juli 2013

Meine Lebensgeschichte ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft – Wie würde mein Leben mit Grundeinkommen aussehen? – meine Vision.
Und mein Widerstand gegen Unrecht ist Schutz der Menschenwürde.

Unser sozialstaatliches Wirtschaftssystem wird derzeit voll gegen die Wand gefahren. Trotz unzähligen Wirtschaftsweisen, Professoren und Experten gerät das System aus den Fugen. Alle Reparaturversuche bringen nichts. Die Reichen werden dabei immer reicher und die Armen werden immer ärmer.

Inzwischen rutschen bereits viele Durchschnittsverdiener unter die Armutsgrenze, auch wenn sie nie arbeitslos waren. Dasselbe Phänomen erleben Rentner und Frührentner – hier entsteht eine „Rentner plus Job“ – Generation. Das sind Menschen die ohne Zusatzjob die Miete nicht bezahlen können, obwohl sie über 35 oder 40 Jahre in die Sozialsysteme einbezahlt haben.

Ich gehöre zu den Generationen, die in den letzten Jahren am härtesten „zwangsenteignet“ wurden. Am schmerzlichsten ist dabei, dass die Sozialpolitiker aller Parteien total versagt haben, insbesondere aber unter Rot-Grün und Schwarz-Rot.

Die prekären Arbeitsverhältnisse von heute sind insbesondere dem katastrophalen Hartz-IV Machwerk von Altkanzler  Schröder und Minister Clement zuzuschreiben.

Wenn Gewerkschafter und Sozialdemokraten den Interessen der Unternehmer mehr entgegenkommen als ihren Mitgliedern gut tut, wenn sie gar zu Unternehmern und Unternehmensberatern mutieren, wenn ihnen „regieren mehr Spaß macht, als Opposition spielen“, dann ist etwas faul im Lande.

Es gibt Politiker wie Steinbrück & Co, die uns glaubhaft versichern, dass „sie“ als Verantwortliche des „Hartz-IV-Verbrechens“ die Richtigen sind, die in Zukunft die „zugegebenen System-Fehler“ „nachbessern“ möchten. – Sorry, aber nicht mit meiner Stimme.

Wir brauchen junge PolitikerInnen mit neuen Konzepten und wirkliche Demokraten, die die Interessen ihrer Wähler vertreten und ihre Stimme nicht an Lobbyisten „verschachern“.

Ordentliche Gehälter müssen Sache der Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaften sein. Politiker und Regierungen haben sich da raus zu halten.

In meiner Lehrzeit war es kein Makel, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Die Unternehmer haben sogar uns Lehrlinge aufgefordert uns zu engagieren – „gemeinsam seid ihr stark“ war der Rat des Arbeitgebers. Ohne diese Einigkeit wäre das „Wirtschaftswunder“ nicht so gut verlaufen. Dieses erfolreiche Prinzip wurde vorsätzlich zerstört, um unseren Sozialstaat in ein Billiglohnland umzugestalten.

Die Arbeitslosenversicherung und das Rentensystem wurden ausgeplündert und die Beitragszahler damit um ihre Lebensleistung betrogen.

Die Bundesagentur für Arbeit mit ihren Jobcentern ist die teuerste Beschäftigungsmaßnahme – sozusagen „in eigener Sache“. All die Fallmanager und Arbeitsvermittler mitsamt den größtenteils unsinnigen Maßnahmen könnte komplett eingespart werden.

Die eingesparte Summe wäre ein solides Fundament für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Wie immer dieses gestaltet würde, nach schweizer Vorbild (Götz W. Werner) oder nach dem Ulmer Modell, ein „staatlicher Goldregen“ (zeit-online, 23.07.2013) wäre dazu nicht erforderlich, eher das Gegenteil könnte eintreten.

Im Januar 2013 hat die Europäische Kommission eine Europäische
Bürgerinitiative zum Grundeinkommen (bitte hier unterzeichnen!) akzeptiert. Deutschland sollte dabei nicht auf Europa warten, sondern Vorreiter sein.

Es ist an der Zeit neue Wege zu gehen und alte Zöpfe abzuschneiden.

Manfred Fröhlich
Fenschtergucker

P.S. Auf breiter Front wird Unrecht durch die Politik in Recht verdreht: Ob „Stopwatchingus (NSA)“, „Asyl für Edward Snowden“, „Weg mit Hartz-IV“ – „Der Fall Inge-Hannemann“, „Die Finanzkrisen“. . .

Darum ist Widerstand Notwendigkeit und Pflicht – zur Wiederherstellung unseres sozialen Rechtsstaates – Das gesammelte Unrecht finden Sie hier auf dieser Seite und meiner Homepage www.fenschtergucker.de

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: