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Markus Lanz Talkshow im ZDF zur BTW2013

20. September 2013

Das war mit Abstand die beste Talk-Runde zur #btw2013 – Markus Lanz ist sonst ständig bemüht, „seine“ FTP in den Vordergrund zu rücken. Aber an diesem Abend haben seine Gäste dominiert und zu einer unerwarteten Diskussion beigetragen.

Ich hatte mich darauf eingestellt nach Prof. Hellmuth Karasek das Fernsehgerät abzuschalten, denn mit den Erinnerungen an seinen Freund Marcel Reich-Ranicki war ich genügend beschäftigt. Die Streitkultur Ranicki’s hat mich immer wieder begeistert, ebenso diejenige von Michel Friedman. Beide sind für mich „sehr wichtige Vorbilder“ für einen angemessenen Umgang mit unserer deutschen Geschichte und ein faires Miteinander in der Gegenwart.

In meiner Familie war kein offener Umgang bei den schwierigen Fragen zu unserer Vergangenheit möglich. Der Themenkreis „Nationalsozialismus“ war mehr oder weniger tabu. Um politische Streitereien und lästige Fragen von uns Kindern fern zu halten waren wir erst zu jung, dann zu unerfahren. Dann waren die Eltern tot oder dement.

Til Schweiger taucht des öfteren in Talkshows auf, ohne dass ich mich an eine konkrete Meinung zu einem politischen Thema erinnern könnte, das war gestern anders. Da waren mir manche Gedanken sehr vertraut.

Noch erstaunlicher war die weitgehend persönliche Übereinstimmung meiner Sicht auf die SPD und die Grünen, über die ich mich gemeinsam mit Prof. Klaus Kocks vortrefflich ärgern kann.

Markus Lanz und ganz besonders Michel Friedman ist es gelungen, die Lebensgeschichte der Rentnerin Christel Paweski mit den Wahlkampfthemen zu verknüpfen und die richtigen Fragen an die Verantwortlichen Politiker und die Unternehmer zu stellen. Friedman forderte die ganze Gesellschaft auf, die Gerechtigkeit in unserem reichen Land wieder herzustellen, die mit der Agenda-Politik beschädigt wurde.

Und plötzlich, völlig unerwartet offenbarte sich diese ZDF-Talkshow für mich als mein TV-Erlebnis zur #BTW2013 – denn das sind meine Themen:

Die Initiative „Kulturbuendnis.DE – pro BGE“ verbindet Menschen aus allen Bereichen unserer Gesellschaft – Gemeinsam für mehr Demokratie und Freiheit – Widerstand leisten, gegen die „Infamitäten des Lebens unserer Zeit“.

Gute Argumente für einen „neuen Gesellschaftsvertrag“ liefert auch der Beitrag auf Der-Freitag „Was wir wollen“ – mit meinem Kommentar.

 

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