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Jobcenter Nagold vs. Existenzgründer

7. Juni 2014

Ältere Arbeitslose die eine selbständige Existenz aufbauen möchten, können von den Jobcentern auch willkürlich bekämpft, statt gefördert werden.

Mein Beispiel ist aufgrund meiner Biographie zwar sehr speziell und ein Einzelfall; aber genau deshalb umso unverständlicher und unsäglich sinnlos. Diese absolute Sinnlosigkeit ist es, die mich nicht ruhen lässt. Was ist es, dass Menschen so ihre Macht missbrauchen, wie mein Fallmanager im JC-Calw dies tun konnte?

Der Fallmanager ist kein Einzeltäter. Die zerstörende Gewalt, die gegen manche Betroffene planmässig angewendet wird, geht nicht von einer Person aus, sondern von mehreren kollaborierenden „Tätern“ in den Jobcentern und verbundenen Institutionen.

Diese Strukturen haben unterschiedliche Wirkungen. Wie bei allen Ämtern, bläht sich der Verwaltungsapparat automatisch immer mehr auf. Die Jobcenter-Mitarbeiter sind, aus Sicht der Betroffenen, nicht fachlich besser geworden, aber ganz klar unmenschlicher. Perfide Mobbing-Praktiken scheinen wichtiger zu sein, als fachliche oder soziale Kompetenzen.

Das lässt nur den einen Schluss zu, dass die Menschenwürde vorsätzlich angetastet wird, um die Betroffenen zu bestrafen, einzuschüchtern oder umzuerziehen.

Die Gewalt, die durch das extreme Mobbing der Jobcenter auf die Betroffenen einwirkt, muss als vorsätzliche Körperverletzung angesehen werden, mit erheblichen seelischen und körperlichen Krankheitsfolgen, immer häufiger mit Todesfolge.

Ich habe mich über viele Jahre gegen alle noch so unsinnigen Attacken des Jobcenters gewehrt. Es ging für mich immer nur um die Verwirklichung eines Berufszieles in Form einer selbständigen Existenz. Und dieses Ziel wurde von wechselnden Beratern und Fallmanagern auch immer unterstützt. Allerdings erfolgten gleichzeitig existenzvernichtende Maßnahmen des Fallmanagers in der wichtigen Endphase meiner Existenzfestigung.

Je näher sich die erfolgreiche Trennung vom Jobcenter abzeichnete, desto massiver wurden die destruktiven Attacken des Jobcenters gegen meine Person und meine Existenz. Die Angriffe dieses allmächtigen Staatsapparates wurden für mich zur tödlichen Bedrohung. Die Angreifer waren immun gegen jede Vernunft. Immun gegen geltende Grundrechte. Immun gegen die Menschenrechte.

Sie waren und sind sich einig, jedes Unrecht in Recht zu verdrehen. Die geglaubte Gewaltenteilung war durch diesen „Rechtsstaat“ für alle Betroffenen – nicht nur auf meinen Einzelfall bezogen – einfach ausgesetzt, einfach weg.

Mit 62 habe ich erkannt, dass gegen diese neue Dimension unseres „Rechtsstaates“ kein Kraut gewachsen ist. Und ich habe meine Flucht in  meinen vorzeitigen „Ruhestand“ angetreten. Mit 64 verfolgt mich das Jobcenter noch immer und gibt keine Ruhe, mit einem Unterschied – ich könnte darauf pfeifen. Aber.

Ruhestand bedeutet für mich Rentner + Jobber zu sein. Und Ruhestand bedeutet für mich auch eine Selbstverpflichtung zum Widerstand gegen staatliches Unrecht. Für Freiheit und Gerechtigkeit. Jetzt erst recht.

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