Skip to content

Sozialer Arbeitsmarkt unter dem Deckmantel Null-Euro-Jobs

11. September 2014

Die einstige Wortschöpfung von Heinrich_Alt: „Wir sind doch (k)ein Betrügerladen“ – erfindet sich immer wieder neu. Sie hat Gültigkeit in alle Richtungen: gegenüber den Betroffenen, dem Steuerzahler, dem (Un)Rechtsstaat, den Jobcenter-Mitarbeitern und Jedermann! – Und der „Betrügerladen“ wir immer dreister: und die Gewerkschaften schauen zu.

altonabloggt

Mobbing

Was macht der Staat, wenn er mit Langzeitarbeitslosen und der zwingend nach außen notwendig gut aussehenden Arbeitslosenstatistik überfordert ist? Er richtet flugs 512 Null-Euro-Jobs ein und verkauft diese als sogenannte „Qualifizierungsmaßnahmen“. So ein bereits ausgeschriebenes „Projekt“ in Hamburg, welches zum 1. Dezember 2014 startet und eine Laufzeit bis Ende November 2016 hat. Die Null-Euro-Jobs sollen gleichzeitig beinhalten: Die „Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“, die „Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen“, die „Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung“ sowie der „Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme“ dienen, so der Duktus der offiziellen Ausschreibung. Mithilfe dieses niedrigschwelligen Angebotes, flankiert mit intensiver sozialpädagogischer Betreuung im Vorfeld von beruflicher Qualifizierung, Ausbildung oder Beschäftigung sowie Lernbegleitung, sollen die Erwerbslosen aktiviert, motiviert und qualifiziert werden. Dabei bedient man sich des Begriffes „produktionsorientierte Tätigkeit“ in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Tischlerei, Küche, Service, Haushalt, Garten- und Landschaftsbau und Farbwerkstätten gehören ebenso dazu wie Zweiradwerkstätten, Schneiderein, Büro, Verkauf und Hilfstätigkeiten im Bereich Print…

Ursprünglichen Post anzeigen 860 weitere Wörter

Advertisements

From → Inge-Hannemann

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: